Digital ist ideal?

Verfasst von: Marion Wolters
Die Digitalisierung schreitet mit jeder Minute voran. Wir können uns diesem Prozess nicht entziehen unabhängig davon, ob wir es wollen oder nicht. Unsere Wahl besteht darin, uns zu entscheiden, ob wir uns an den Wandel schnell oder langsam anpassen. Widerstreben wir oder sind wir einverstanden? Dieser Artikel untersucht einige Aspekte der Digitalisierung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer und stellt Fragen nach den Folgen für diejenigen, die sich diesem Wandel nur zum Teil oder gar nicht stellen.

Digitale Möglichkeiten existieren noch nicht so lange. Es wird derzeit versucht, die Historie der Digitalisierung zu recherchieren und zusammenzutragen. Wenn Sie an die eigenen digitalen Anfänge denken und sich die heutigen digitalen Gewohnheiten im täglichen Leben ansehen, werden Sie die heutigen Möglichkeiten der Technik nicht mehr missen wollen. Das gilt für den privaten wie auch für den beruflichen Gebrauch. Für manche Arbeitnehmer bedeutet dies aber auch die schleichende oder zunehmende Angst, vielleicht auch die Gewissheit, dass der eigene Arbeitsplatz der Digitalisierung zum Opfer fallen könnte oder aber in absehbarer Zeit fallen wird.

Wer als Arbeitnehmer die Gewissheit hat, dass sein Beruf künftig nicht mehr existieren wird mag sich fragen, welche Möglichkeiten sich ihm dadurch eröffnen. Sich auch fragen, wie der persönliche Wandel gestaltet werden kann und sich schon auf neue berufliche Perspektiven einstellen, wie z.B. eine Weiterbildung oder eine weitere Ausbildung beginnen. Sich nicht zuletzt auch in gerade entstandenen neuen digitalen Berufen oder in Firmen bewerben, die sich bereits in einem fortgeschrittenen digitalen Stadium befinden. Immer vorausgesetzt, der Arbeitnehmer passt auch menschlich in die entsprechende digitale Unternehmenskultur eines solchen Unternehmens. Zudem gibt es nach wie vor viele Unternehmen, die mit einem niedrigen Digitalisierungsgrad sehr erfolgreich sind und es auch künftig sein werden.

Die Art des Unternehmens z.B. Behörde, Konzern, Inhaber geführte Firma, Start-up weckt in der öffentlichen Meinung auch Vorstellungen über den jeweiligen Digitalisierungsgrad, die vielfach Klischees unterliegen. Der Internetauftritt eines Unternehmens verrät viel darüber, inwieweit die Digitalisierung bereits umgesetzt wurde. Er beschreibt auch, welche Art von Arbeitnehmer angesprochen werden sollen. Wird ein Unternehmensrundgang in einem Video angeboten, der den Arbeitsalltag darstellt, können Bewerber mit der Personalabteilung chatten und erste Fragen klären oder ist der Internetauftritt kompliziert, so dass Bewerber erst nach vielen Klicks die gesuchten Informationen erhalten? 

Auf einem Bewerbermarkt sind Unternehmen gut beraten, diese Kriterien zu berücksichtigen. Wer sich nicht darauf einstellt, wird Topbewerber nicht für sich gewinnen können und Nachteile im internationalen Wettbewerb erleiden, vielleicht sogar abgehängt werden. Unternehmen, die digital gut aufgestellt sind, bieten ihren Mitarbeitern auch digitale Freiheiten wie z.B. freies Surfen im Internet während der Pausen in den Aufenthaltsräumen an. Zumeist zieht dies auch Bewerber an, die mit dem hohen digitalen Standard auch eine andere Art des Arbeitens verbinden, d.h. z.B. mehr Verantwortung und Gestaltungsraum. Zudem kann man als Unternehmen durch einen anspruchsvollen Internetauftritt signalisieren, wie hoch die digitale Kompetenz der Bewerber sein soll.

Wieviel Zeit/Wissen benötigt ein späterer Arbeitnehmer, um Fakten zu verstehen, zu hinterfragen, in den richtigen Zusammenhang einzuordnen? Priorisiert er die Daten der täglichen Informationsflut richtig? Unternehmen, die sich auf einem hohen digitalen Standard befinden, erwarten von ihren Arbeitnehmern, dass sie in der Lage sind, komplexe Sachverhalte, z.B. in Blogs und Artikel für Newsletter zu kommunizieren. Arbeitnehmer, die gerne Wissen teilen, mit Experten kooperieren, neue Wege gehen, sind in dieser Welt höchst willkommen. Arbeitnehmer, die es heute noch nicht sind und gerne Teil dieser spannenden Arbeitswelt sein möchten, können es bereits in Kürze sein. Können, im doppelten Sinn (siehe das Buch "Comme Schönheit influences la paz" der Autorin diese Artikels).